Malawisee Aquarium

Der Malawisee liegt in Afrika, ist 580 km lang, bis zu 80 km breit und misst 700 Meter an seiner tiefsten Stelle. Seine Wasserwerte sind – für einen See – sehr außergewöhnlich. Die Wassertemperatur liegt zwischen 23°C und 28°C und der pH-Wert zwischen 7,5 und 9, sprich alkalisch.

Er beherbergt über 600 verschieden Buntbarscharten. Die Mbunas (=Felsenbewohner), die Utakas, welche im Übergangsbereich und der Sandzone des Sees leben, sowie der NonMbunas, sprich alle anderen Arten von Buntbarschen die im See vorkommen.

 

Allgemeines

Mbunas sind von recht aggressiver Natur. Einige nur während der Paarungszeit, andere durchgehend. Sie bilden eigene Reviere, um die sie teilweise bis zum Tod kämpfen. Von daher sollte man versuchen, den natürlichen Lebensraum so gut wie nur möglich nachzubauen.

Das Wasser sollte einen pH-Wert von 7,5-8,5 haben und die Wassertemperatur sollte zwischen 23°C und 26°C liegen. Je höher die Temperatur, desto aktiver sind die Fische. Sie fressen mehr, benötigen mehr Sauerstoff und produzieren dementsprechend auch mehr Schadstoffe. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50% des Wassers ist daher unabdingbar. Weiterhin benötigt ein Mbuna-Aquarium eine starke Strömungspumpe. Mindestens das 3-fache Beckenvolumen sollte pro Stunde umgewälzt werden, kann aber auch gut und gerne deutlich mehr sein.

Größe

Ein Malawisee Aquarium sollte sehr groß sein: mindestens 300 Liter. Nach oben sind hier keine Grenzen gesetzt. Außer natürlich dein verfügbarer Platz. Weniger aber auf keinen Fall. Hier gilt besonders: je größer das Aquarium, desto besser. Nicht nur, weil große Becken in der Regel besser zu pflegen sind. Mbunas benötigen viel Platz. Weniger als Schwimmraum, als viel mehr für Verstecke und Reviere. Du kannst bei einem 10 cm großen Mbuna mit 30-40 cm Fläche für ein Revier rechnen. Und er muss diese Fläche überblicken können. Ergo ist ein großes Becken unabdingbar.

Besatz

Wegen der aggressiven Haltung der Mbuna-Männchen gegenüber unterlegenen Tieren – so auch den Weibchen – sollten sie in Haaremshaltung gehalten werden. Also mehrere Weibchen auf 1 Männchen. So verteilt sich seine Aggression auf mehrere unterlegene Fische. Eine andere Möglichkeit ist die Haltung von Gruppen. Einige wenige Männchen und deutlich mehr Weibchen.

Steine

Wie gesagt benötigen Mbunas weniger Schwimmraum, dafür aber viele Höhlen und Verstecke aus Felsen. Diese können gerne bis unter die Wasseroberfläche ragen. Dies bedarf natürlich bereits im Vorfeld einer genauen Planung. Verwwende hier allerdings ausschließlich glatte Steine. Zu empfehlen sind Materialien wie Basalt oder Sandstein. Finger weg von Lochgestein oder sonstigen scharkantigen Gesteinen. Mbunas können in Jagdsituationen schnell sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Da kommt es nicht selten vor, dass der ein oder andere Buntbarsch die Kurve mal nicht ganz bekommt. Da wären scharfe Kanten eher kontraproduktiv. Eventuell solltest du die Steine auch verkleben. Manche Arten buddeln gerne. Da kann es schnell passieren, dass sie die Steine freilegen und die Höhlen so eventuell zusammenfallen.

Pflanzen

Im Malawisee selbst gibt es eher wenig Pflanzen. Ergo kannst du auch im Aquarium darauf verzichten. Die meisten würden eh dem Fressverhalten der Mbunas unterliegen. Wenn du jedoch trotzdem Pflanzen einsetzen möchtest, dann empfehlen sich Cryptocoryne aponogetifolia, Cryptocoryne affinis, Vallisnerien oder Java-Farn.

Verkleidung

Du solltest unter allen Umständen die Rückwand und zusätzlich eventuell noch die Seitenwände verkleiden. Wie gesagt lieben Buntbarsche kleine Verstecke. Eine verkleidete Rückwand sorgt für Schattenplätze und damit gleichzeitig dafür, dass sich die Mbunas noch wohler im Aquarium fühlen.

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